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Sucha Beskidzka
liegt in einer Gegend, die unter Berücksichtigung ihrer zahlreichen Vorzüge für Touristen und aller nach Erholung Suchenden ein sehr attraktiver Ort ist. Die Stadt gewinnt nicht nur durch ihre zentrale Lage zwischen den einzelnen Teilen der Beskiden (Beskid Żywiecki, Beskid Makowski und Beskid Mały) an Bedeutung. Die günstige geographische Lage der Stadt, in Verbindung mit einem gut entwickelten Kommunikationsnetz, macht Sucha zu einem guten Ausgangspunkt für Ausflüge in alle Teile der Beskiden. Außerdem ist es leicht, von hier aus nach Krakau, Zakopane, Bielsko-Biała, Katowitz und auch nach Nowy Targ, Wadowice, Oświęcim und Żywiec zu gelangen.


Das saubere und klare Wasser der Flüsse und Bäche ist ein Zeichen für die schöne Natur, die die Stadt umgibt. Eine neue Attraktion dieser Gegend wird ein neuer Stausee im Tal der Skawa sein. Weitere interessante Möglichkeiten werden die zukünftige Nutzung und wirtschaftliche Erschließung von Thermal- und Mineralwasservorkommen sein. Auch die Skipiste am Berg Zasepnica wird durch eine projektierte Seilbahn besser erreichbar sein. Doch nicht nur die Umgebung, auch die Stadt selbst bietet eine eigene Atmosphäre. Auch als Tourist kann man von der guten Infrastruktur von Sucha profitieren. Die Stadt Sucha und ihre Umgebung sind nicht nur im Sommer eine Reise wert.


Die ersten Menschen liessen sich auf diesem Gebiert im 13. und 14. Jarhundert nieder. Inmitten der gewaltigen Tannen und Buchen des Karpatenurwaldes lebten damals Wisente, Bären, Wölfe und Luchse.
Die Erste Erwähnung der Stadt stammt aus dem Jahre 1405; zu jener Zeit gründete der Fürst Jan II Oświęcimski eine Siedlung, die Sucha genannt wurde.Die erste, nur dem Namen nach bekannte Familie, die im Besitz der Güter von Sucha war, hieB Słupski. 1554 kaufte Gaspare Castiglione, ein Florentiner, Sucha von Stanisław Słupski Szreniawita und heiratete dessen Tochter Jadwiga. 1564 wurde er unter dem Namen Kaspar Suski geadelt und erhielt das Wappen Saszor.
Zur Zeit der Herrschaft von Suski wurde am FuB des Jasieńberges eine Schutzburg (aus Holz und Stein) gebaut, die zur Grundlage des Renaissance-Schlosses wurde.

Zu Anfang des 16. und 17. Jahrhunderts wurde Sucha samt der es umgebenden Dörfer von Komorowski - dem Herrscher über Żywiec und Umgebung - gekauft. Nach dem Tod von Krzysztof Komorowski, dem Oberhaupt dieser Familie, wurde das von ihm gegründete Beskider Latifundium im Jahre 1608 in drei eigenständige Gutsfierrschaften aufgeteilt. Einer von diesen, der suskische Gutshof, funktionierte von nun an wie ein selbständiger feudaler Staat. In den Jahren der Herrschaft von Piotr Komorowski (1603-1640) en-twickelte sich diese kleine Herrschaft sehr intensiv. Neben den schon vorhandenen gewerblichen Betrieben wie der Glashütte und der Wassermühle, entstanden damals auch Brauerei, Hopfendarre, Brennerei, Eisen- und Kupferschmiede.
Seiner lnitiative und finanziellen Förderung sind Kirche (1613-14) und Kloster (1624-28) zu ver-danken. Zu seiner Zeit wurde auch der suskische Hof ai einem Magnatensitz. Im Jahre 1665 heiratete Jan Wielopolski (der Grosskanzler der Krone) die Letzte aus der Familie der Komorowskis, Konstancja Krystyna. Von diesem Jahr an blieben diese Güter unter der Herrschaft des neuen Eigentümers.

In den Jahren 1693-1726 war Anna Konstancja Lubomirska-Wielopolska, Posner Wojewodin. Zweimal verwitwet herrscht się selbständig seit dem Jahre 1697 auf dem suskischen Gutshof.
Nach kurzer Zeit war sie mit den Problemen der Verwaltung vertraut geworden. Ihre Regeln und Bestimmungen waren so streng, daB sie bald den Beinamen "Eisenarm" erhielt.Um ihre Person ranken sich viele dunkle Legenden.

Im 18. Jahrhundert entwickelte sich Sucha aus einer ländlichen Siedlung zu einem Zentrum von Handel und Gewerbe. Die zuerst vom polnischen König, später dann vom österreichischen Kaiser verliehenen Privilegien und Rechte erlaubten die Abhaltung mehrerer Jahrmärkte, was dem örtlichen Gewerbe und Handwerk wichtige Wachstumsimpulse verlieh.
Die Suskischen Jahrmärkte wurden zu den bedeutendsten Ereignissen dieser Art in Südpolen.

In den Jahren 1769-1771 kam es auf dem Gebiet von Sucha Beskidzka zu verstärkten Ausein-andersetzungen zwischen den Barer Konföderierten einerseits und der Russischen Armee andererseits. In dem in dieser Zeit hier geschlagenen Schlachten fielen einige hundert Reiter des Marienordens (Rycerze Maryi). Nach 1843 verkaufte die Familie Wielkopolski allen Landbesitz in dieser Gegend an die Linie Korczak der Familie Branicki. Die vierziger Jahre des 18. Jahrhunderts waren für die Einwohner der Stadt und der Gegend eine sehr schwierige Zeit. Zunächst folgten mehrere verheerende Überschwemmungen aufeinander (1844-45), die der Hauptgrund für Missernten waren. Daraufhin kam es zu Hungerjahren und dem Ausbruch einer Cholerae-pedemie. Von der Grösse der Unglücks können zwei Zahlen Zeugnis ablegen: 1843 gab es in Sucha 3.168 Bewohner; während der Hunger- und Epidemiejahre starben bis 1496 Personen.
Das letzte Vierteljahrhundert des 18. Jahrhunderts brachte eine Belebung der Wirtschaft mit sich. Es wurde damals die Brauerei von Sucha ausgebaut. 1884 wurde die Eisenbahnstrecke Żywiec-Sucha -Nowy Sącz und ein Jahr später Kraków-Sucha eröffnet. Die Stadt wurde zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt. 1886 entstanden ein Sägewerk und in seiner Nachbarschaft eine Feuerwebr. Das bedeutendste Ereignis dieser Zeit war die Verleihung der Stadtrechte im Jahre 1896. Das Stadtwappen knüpft an das Wappen des Geschlechts der Starykoń der Familie Wielkopolski an. Im Jahre 1922 kam das Gut Sucha als Heiratsgut in den Besitz der Familie Tarnowski. Der letzte Besitzer des Schlosses war der Graf Juliusz Tarnowski (gest. 1989), der Sohn von Anna geb. Branicka.

Am 3. September 1939 trafen aus Richtung Żywiec deutsche Truppen in Sucha ein. Die Stadt wurde ebenso wie weite Teile Polens besetzt. Das SchloB wurde von den Eroberern in eine Kaserne verwandelt. Im Laufe des Krieges kam es zur Vernichtung von fünfhundert in Sucha ansässigen Juden. Diese wurden zuerst in einem in der Brauerei eingericnteten Ghetto gefangengehalten und von dort nach Auschwitz gebracht. In den Nachkriegsjahren veränderte sich das Stadtbild von Sucha stark. Das betraf besonders die Bebauung.

Ein wichtiger Tag in der neueren Geschichte ist der erste Januar 1956, an dem Sucha die Verwaltung eines Kreises übertragen bekam. 1964 wurde der offizielle Name der Stadt erweitert und lautet seit dieser Zeit Sucha Beskidzka. Im Verlauf der Neuordnung der Verwaltungsstruktur in ganz Polen kam Stadt und Landkreis Sucha von der Woiwodschaft Kraków zu derjenigen von Bielsko-Biała.

Einige bedeutende und bekannte Vertreter der polnischen Wissenschaft und des Kulturlebens erblickten in Sucha das Licht der Welt; der bekannteste von ihnen durfte der Regisseur Billy Wilder sein, der von hier aus seinen Siegeszug nach Hollywood antrat.


 


 

 

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